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Kreisliga-Rückblick:77er aus Jena-Lobeda wehren sich erfolgr

Stefan Hertwig, 16.08.2012

Kreisliga-Rückblick:77er aus Jena-Lobeda wehren sich erfolgr

Auf in neue Höhen kann man sagen. Die Lobedaer erklimmen sie jetzt, denn überregional haben die 77er bislang in ihrer Vereinsgeschichte noch nicht gespielt.

Jena. Seit dem Umzug von Lobeda-Ost nach West auf die Anlage des SSV Lobeda treten sie nun auch erfolgreich in die Fußstapfen des Ortsnachbarn, ebenso in die des dritten Lobedaer Vereins FV Einheit 04.

Zunächst schickte sich Aufsteiger Gleistal 90 jedoch an, das Kreisligafeld anzuführen und der Konkurrenz das Fürchten zu lehren. Auch die Zwätzener warteten dank einer guten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern mit Siegen in Folge auf. So waren die Favoriten aus Lobeda und Königshofen gefordert, Schritt zu halten.

Die Heideländer blieben letztlich der ernsthafteste Kontrahent. Trotz des personellen Umbruchs schaffte es Trainer Robert Schiffer, eine homogene Truppe zu formen, die insbesondere in der Defensive ihre Stärken besaß.

Spätestens nach neun Spieltagen hatten auch die Lobedaer die richtige Spur gefunden, das 1:6 gegen Jenapharm II vom 2. Spieltag erwies sich als Ausrutscher. Mit Michael Wittmann, Marco Giessler und Torschützenkönig Robert Frank standen neue Leute im Kader, die für Furore sorgten.

Das bekam auch Königshofen zu spüren beim 0:3 daheim im etwas unglücklich verlaufenem Direktduell. Bis zuletzt hielt Königshofen dennoch die Aufstiegsentscheidung offen. Erst ein 1:1 gegen Jenapharm II verbaute den Titel. Trotz klarer Favoritenrollen: Lange Zeit blieben Aufsteiger Gleistal und Thüringen II auf Tuchfühlung, selbst Zwätzen II und Post Jena konnten mit dem Aufstiegsplatz liebäugeln. Die Postler belebten mit ihrem Wiederaufstieg ohnehin die Liga. Ihr erfrischender Angriffsfußball dank der agilen Stürmer wie Christoph Tanzberger oder Christoph Duggert hatte sich schnell herumgesprochen. Nicht immer wurde Post mit Punkten belohnt. Doch in der neuen Saison zählt die Elf aus Jena-Ost zum Mitfavoritenkreis.Das gilt auch für die Reserve von Thüringen Jena, die über ein Potenzial junger Akteure verfügt, welche den Sprung in die Landesklassen-Elf schaffen möchten.

Den Gleistalern mit ihrem kleinen Kader ging in der Rückrunde etwas die Puste aus. Auch Routinier Danilo Diller konnte das nicht verhindern. Ob sie 2012/13 nochmals oben angreifen können?

Zu rechnen ist damit auf jeden Fall beim TSV Königshofen, zumal mit Stephan Müller sich die Rückkehr des lange verletzten Torjägers anbahnt.

Die straffe Zweiteilung der Kreisliga setzte sich auch im alten Jahr fort. Die Reserveteams fanden sich hierbei noch am besten zurecht. Kickers Maua benötigte einige Zeit, um den Keller zu verlassen. Die Rabiser vom SV Wöllmisse blieben ihrer Eichhörnchentaktik treu: drei Punkte zu rechten Zeit. Zum Beispiel beim 1:0 in Königshofen.

So lief im Abstiegskampf nach dem Rückzug des SV Hermsdorf II alles auf einen Zweikampf zwischen Isserstedt und St. Gangloff hinaus. Für die Holzländer, die nach zunächst gescheiterter Spielgemeinschaft mit Kraftsdorf etliche Leistungsträger verloren, ein schier aussichtsloses Unterfangen. Das 0:2 gegen Union offenbarte dies letztlich.

Mit Graitschen und Bad Klosterlausnitz kehren Urgesteine der Liga wieder zurück, ebenso gab Kahla II schon seine Visitenkarte in der Liga ab. Alle drei versprechen zudem mehr Zuschauergunst, was der Kreisliga Nord nur gut tun kann.


Quelle:Axel Ukena / 16.08.12 / OTZ