Für Lobeda ist das Viertelfinale die Endstation
Stefan Hertwig, 03.04.2013
Fußball Männer, Kreispokal: Nach dem Aus von Moßbach und Lobeda 77 ist Jenapharm Letzer verbliebener Kreisoberligist
Pößneck. Der SV Lobeda 77 kommt im Jahr 2013 noch nicht so recht in Tritt. Zwei Tage nach der Liga-Niederlage gegen Blankenstein schied die Mannschaft von Christian Wetzig im Pokal gegen die Kreisklasse-Mannschaft Pößneck II aus. Damit ist Jenapharm der einzig verbliebene Kreisoberligist im Pokalwettbewerb, da auch Moßbach die Segel strich.
Dabei offenbarten die Jenaer einige Schwächen. "Wir schießen seit Wochen keine Tore" konstatierte Wetzig nach der Partie. Durch die Abgänge von Schultz und Giessler musste der Aufsteiger seine Offensive im Winter neu ordnen, der Prozess ist augenscheinlich noch nicht abgeschlossen.
Vor dem Seitenwechsel erspielten die Gäste nicht eine Torchance. Pößneck dagegen, im Altersdurchschnitt von Wetzig 15 Jahre älter als sein Team und in der 1. Kreisklasse Süd spielend, startete im ersten Durchgang einige vielversprechende Angriffe, kam aber nicht zum Abschluss. Alletsee jagte eine Flanke von rechts gegen die Laufrichtung von Lobedas Keeper Krull aus fünf Metern Entfernung in die Maschen und brachte die Außenseiter in Führung.
"Nach der ersten Halbzeit war die Führung für Pößneck vollkommen gerecht. Wir haben keine Mittel gefunden, unser Spiel zu machen", erkannte Wetzig die Leistung des Gegners an. Er reagierte in der Pause und brachte Stürmer Sobol für Bartl, löste damit die "Doppel-Sechs" auf, um etwas offensiver ausgerichtet zu sein. Schon kurze Zeit später zeigte diese Maßnahme Wirkung. Müllers Schuss ging allerdings über das Tor. Wenige Minuten später konnte Sobol einen Kopfball nach Müllers Ecke nicht genug drücken, auch dieser Ball verfehlte den Kasten.
In der 70. Minute hatten die Gäste den Torschrei schon auf den Lippen, als Kastner über rechts in den Strafraum marschiert war und auf Schnitzer quergelegt hatte. Der aber traf aus fünf Metern nur den Außenpfosten. Zum Überfluss bekam er keine zehn Minuten später die Finger seines Gegenspielers ins Gesicht und konnte nicht weiterspielen. Es folgte umgehend eine Augenoperation.
Quelle:OTZ