Fazit der Keisoberligasaison der E1 Jun.
Pascal Zierbock, 09.06.2015
Als Absteiger aus der Kreisoberliga (E2-Saison) startete die jetzige E1 des SV Lobeda mit gemischten Gefühlen in die neue Kreisoberliga Saison. Am Ende stand man in der Tabelle hinter dem FV Rodfatal Zöllnitz auf dem zweiten Tabellenplatz, aber Grund zur Trauer gab es beim SVL nicht. Mit 51 Punkten konnte man nach 22 Spieltagen den zweiten Tabellenplatz sichern und hat unter anderem Teams, wie den VfR Bad Lobenstein und den Titelverteidiger FSV Orlatal hinter sich gelassen. Mit einem Torverhältnis von 81:19 konnte man auch hier eine positive Bilanz erkennen. Im Folgenden schauen wir uns die vergangene Saison vom SV Lobeda 77 genauer an.
Top: Teamgeist, Wille und Spielwitz
Die technisch und individuell stärksten Fußballer durften man mit in den Reihen des SVL erwarten. Doch haben sie die technische Qualität auch noch mit einem unbändigen Willen und einen ganz speziellen Teamspirit gepaart. Man merkte jedem Spieler und jedem Verantwortlichen an jedem Spieltag an, mit welcher Entschlossenheit und Hingabe für jedes Spiel gearbeitet wurde. Denn nur so war es möglich die nötigen Punkte Woche für Woche einzufahren. Zudem überraschte das Team mit mannschaftlicher Geschlossenheit auch während der kleinen Negativphasen Anfang der Saison und Mitte der zweiten Saisonhälfte. Dennoch behielt man stets die Ruhe und besann sich auf die eigenen Stärken. Dies zahlte sich aus und zum Ende der Runde agierte man so souverän und wurde verdient Zweiter.
Flop: Coolness, Lockerheit und fehlende Back-Ups
Die zwei kleinen Durchhänger lassen sich auch ganz leicht ausmachen. Während es nicht so lief, war man vor dem Tor viel zu ineffektiv. Man war nicht abgezockt genug, um die sich bietenden Gelegenheiten zu nutzen. Bestes Beispiel war die einzige Saisonniederlage 1:2 in Bodelwitz trotz eines Torschussverhältnisses von 34:4 und auch bei den 5 Unentschieden wurde zu oft vergessen das Spiel vorzeitig zu entschieden. So verkrampfte das Team ab und an wenn es Mal nicht lief und die anfängliche Lockerheit und Unbekümmertheit ging phasenweise verloren. Zudem merkte man zum Ende der Saison, dass Alternativen auf der Ersatzbank rar sind. Ein Glück blieb das Team von vielen und längeren Verletzungen verschont, aber auch ohne diese Probleme hat man der Mannschaft angesehen, dass einige Spieler überspielt wirkten und öfters einmal eine Pause benötigt hätten.
Topscorer der Liga : Malcom Hartmann
Es verbietet sich eigentlich bei einem Team, welches überwiegend durch mannschaftliche Geschlossenheit glänzt, einen Spieler besonders herauszuheben. Jedoch muss man die Leistungen von Malcom lobenswert erwähnen, denn durch unglaubliche 57 Tore und 27 Vorlagen in 25 Pflichtspielen war Malcom in allen Spielen der 77er eine Waffe! Mit 84 Scorerpunkte war er mit Abstand der Beste in der ganzen Liga, Herzlichen Glückwunsch!
Highlight: Sieg im Rodatal Lobeda Gipfel und Ausflug zur SpVgg Greuther Fürth
Für die Lobedaer gab es viele, schöne Momente während der Saison. Die Auswärtsfahrten nach Bad Lobenstein und Schleiz mit den anschließenden Siegen gehören sicher auch dazu. Aber das größte der sportlichen Gefühle war für jeden Rot-Weißen E1 Anhänger der „Derbysieg“ am 10 Spieltag. Mit zahlreichen Fans ging es nach Zöllnitz, wo der Ligaprimus mit 27 von 27 möglichen Punkten und keinem Gegentor wartete. Es war eine erste Halbzeit mit zahlreichen Zweikämpfen und wenigen Torraumszenen. Nach der Halbzeitpause waren wieder die Hausherren am Drücker und konnten ihre Chancen nicht nutzen. Mit Glück und Geschick verhinderte man einen Rückstand und es kam sogar noch besser. Maximilian Wenzel verwandelte einen Abwurf des Torhüters Volley aus 30 Metern zur Führung. Manuel Söffing konnte kurz vor Schluss einen Konter zum 2:0 verwerten und so waren die ersten Gegentore und der erste Punktverlust der Zöllnitzer perfekt.
Ein anderes Highlight für den gesamten F. u. E. Junioren Bereich war der Ausflug zur SpVgg Greuther Fürth. Anfang September folgten 60 Lobedaer der Einladung von Fürth Spieler Florian Trinks und besuchten die 2. Ligapartie zwischen Greuther Fürth vs. Kaiserslautern. Leider konnte der Gastgeber selber nicht mitspielen, auf Grund einer Verletzung. Dies ermöglichte den Kindern aber ein persönliches Treffen mit dem Fürther Bundesligaprofi, so wurden alle Foto und Autogrammwünsche geduldig erfüllt. Die Kinder konnten auch noch die ein oder andere Frage los werden und so kamen alle mitgereisten SVL- Anhänger auf ihre Kosten!
„Transfers“
Im Sommer wechselte Erik Müller vom SV 1910 Kahla neu ins Team, zudem konnte man Lukas Reimann, den langjährigen Kapitän (G-F1) nach seinen kurzen Ausflug ins Rodatal, wieder zum SVL zurückholen. Lukas und Erik konnten der Mannschaft auf Anhieb helfen. Durch ihre erfrischende Art konnten beide Spieler neue Impulse setzen und durch ihre konstanten Leistungen dem Team Stabilität verliehen!
Trainerwechsel zum Saisonstart
An der Seitenlinie hat es wieder einen Wechsel gegeben, der neue aber zugleich altbekannte Trainer Pascal Trinks hat die Mannschaft nach ihrer desolaten E2-Saison wieder übernommen. Dieser hat bereits in der G und F1 Jugend das Team betreut. Trinks kam jedoch nicht allein, er integrierte Chris Kabelitz ins Trainerteam. Die Trainer sind für ihre offensive und aggressive Spielweise bekannt, frühes Attackieren, hohes Verteidigen und schnelles Umschaltspiel sind Attribute die sie sehen wollen. Zudem schafften die Trainer es innerhalb weniger Vorbereitungswochen dem Team ein neues Spielsystem einzuimpfen und das Selbstvertrauen wieder aufzubauen.
Fazit: Gelungene Saison
Einige Eltern hätten damit wohl nicht gerechnet, aber die E1 des SV Lobeda 77 war die gesamte Saison unter den ersten 3 Plätzen in der Tabelle zu finden. Auch von den 2 kleinen Schwächephasen hat man sich nicht beeindrucken lassen und die Saison sehr stark beendet. Wenn man die gesamte Entwicklung des kompletten Kaders betrachtet können alle Verantwortlichen zufrieden sein. Das Team zeigte diese Saison wieder viele Spiele am Leistungsmaximum und wurde so verdiente Vizemeister der Kreisoberliga. Jedoch muss man auch kritisch genug sein und man kann sagen mit etwas mehr Konzentration in den engen Spielen und ab und an mehr Coolness vor dem Tor wäre sogar der Titel möglich gewesen. Dennoch sollten wir alle auf dem Boden bleiben, das komplette Team hat eine tolle Entwicklung genommen und viele schöne Spiele gezeigt. Deshalb sind die Trainer zufrieden mit der Saison und wissen so woran sie in der kommenden Saison arbeiten müssen.
Ausblick: Entspannt wird´s nicht
Die zweite Saison mit dem Trainerteam Trinks/Kabelitz wird keinesfalls leichter. Mit den Aufstieg in den D Junioren Bereich werden wieder viele neue Dinge auf die Jungs warten. Die Trainer wollen dort weitermachen wo sie diese Saison aufgehört haben, das System muss weiter verbessert werden und im Training muss hart gearbeitet werden um an dem Erfolg dieser Saison anzuknüpfen. Der Kader wird komplett zusammen bleiben, jedoch wäre die ein oder andere „Neuverpflichtung“ für die gesamte Mannschaft gut, neuer Schwung ist immer förderlich. Alle Beteiligten können sich auf eine spannende aber zugleich auch harte Saison freuen, in der alle wieder an ihr Leistungsmaximum gehen wollen.
Pokalfinale
Bevor wir die E Junioren Saison komplett abschließen wartet am 20. Juni in Tanna das Pokalfinale auf die 77er. Dort treffen sie auf den Meister aus Zöllnitz, also ein würdiger Saisonabschluss der beiden besten Teams. Wir wünschen allen Anhängern des SV Lobeda 77 ein packendes Finale, die Jungs werden alles in die Waagschale werfen um die tolle Saison mit einen Titel krönen zu können.
Anstoß in Tanna ist um 9:00 Uhr