SVL 77 I fährt zur Endrunde!!!
René Funke, 09.02.2009
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Hallen-Kreismeisterschaft, 4. Vorrunde - Buchaer werden zum Spielverderber
Die Schott-Kicker hatten am Sonnabend Vormittag alles selbst in der Hand.Doch sie verspielten leichtfertig die Finalteilnahme. Schon ein 1:0 hätte im letzten der 15 Turnierspiele gereicht für den bis dahin ungeschlagenen SV Schott Jena II. Dazu kam es nicht. Die Buchaer wurden zum Spielverderber. Lange Zeit passierte nichts. Die Sekunden tickten runter. Von Schott II war nichts zu sehen. Die ganz in grün gekleideten Buchaer wurden immer frecher. Markus Glänzel spielte quer auf Ralf Gebauer, doch er scheiterte. Das hätte das 1:0 sein können. Auf der Gegenseite verstolperte Alexander Bickel kläglich aus zwei Metern. Das Tor war leer, doch Bickel kam nicht mehr richtig hinter den Ball. Dann fiel doch das erste Tor: Philipp Rosenhan brachte den Außenseiter Bucha in Führung. Die Freude über das 1:0 währte ganze elf Sekunden. Sören Keck hatte offenbar die Nase voll vom schwachen Auftritt. Er hielt einfach drauf, der Ball schlug flach im Buchaer Tor ein - 1:1. Da waren noch 2:28 Minuten zu spielen. Würde es nicht reichen? Nein. Marcel Gleitsmann hatte die letzte Chance für den Favoriten. Sein Schlenzer mit Links verfehlte um zwei Meter das Ziel. Dann war Schluss. Bucha imponierte mit taktischer Disziplin und verdiente sich das Remis. Nicht Schott II, das im entscheidenden Turnierspiel viel zu statisch, fast schon gehemmt wirkte, gewann das Vorrundenturnier, sondern die Kicker des SV Lobeda 77. Die konnten sich im Direktduell gegen Schott II sogar eine 2:5-Niederlage erlauben. Vier Siege bedeuteten zwölf Punkte - und das reichte fürs Masters. Denn: Die Schottianer hatten gleich zum Auftakt gepatzt. Im ersten Spiel des Turniers reichte es nur zu einem 1:1 gegen Hermsdorf II. Schott-Stürmer Sören Keck schimpfte beim Gang in die Kabine wie ein Rohrspatz. "Das kann doch nicht wahr sein. Die Köpfe der Schott-Spieler hingen sehr, sehr tief. Ganz anders war die Stimmungslage auf den Zuschauerrängen. Die Lobedaer, die im vorletzten Turnierspiel beim 2:0 gegen Silbitz II ihre Hausaufgaben machten, rissen die Arme nach oben. Sie hatten sich gerade in Stadtroda als vierte von acht Mannschaften für die am 21. Februar in Eisenberg stattfindende Hallen-Kreisendrunde qualifiziert. Dritter des Vorrundenturniers wurde der SV Hermsdorf II. Daran änderte auch das blamable 1:3 zum Abschluss gegen den BSC Jena nichts. Davor hatten Pucklitsch & Co. schon sieben Punkte eingesammelt. Hermsdorf II musste diesmal ohne seine Hallenspezialisten Michael Neumann, Jens Kluge und Daniel Löbner auskommen, die glänzten noch beim eigenen Holzland-Cup Anfang Januar in Hermsdorf. Silbitz II, das mit einigen Spielern aus der ersten Mannschaft verstärkt wurde, enttäuschte. Das Team wirkte nicht eingespielt. Fast alles lief über den kleinen Christian Schmeißer. Die Quittung folgte auf dem Fuß: nur Platz sechs. Einen guten Eindruck hinterließ Bucha als Fünfter mit einem fast ausgeglichenen Torverhältnis von 8:9. Auch gegen den Turniersieger Lobeda 77 hieß es nur 1:2. Für den SVL am Ball: Schultz - Wendler (4 Tore), Schmidt (2), Dymcenko (1), Schnitzer (4), Moenke (1), Kirmse(2), Hartig, E. Heller
Spiele:
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Quelle:Jens Henning (Stadtroda/OTZ)